Das Wichtigste bei geführten Wanderungen auf Teneriffa ist die Route zu wählen, die Ihren Fähigkeiten am besten entspricht. Wie das geht erklären wir Ihnen hier.
So entwickelte sich die Wanderlust
Als es noch kein anderes Transportmittel gab als die eigenen Füße, liefen Nomadenvölker kilometerweit um neue Horizonte zu entdecken. Nachdem es schließlich nicht mehr nötig war zu laufen, entwickelte es sich das Wandern als eine Art Freizeitspaß. Zunächst war es jedoch ausschließlich wohlhabenden Menschen vorbehalten. Die ersten Hobbywanderer wurden bereits im Mittelalter dokumentiert. Im Laufe der Zeit wurde das Wandern dann immer beliebter und zog Ende des 19. Jahrhunderts schließlich auch den gemeinen Bürger in die freie Natur.
Die beste Jahreszeit zum Wandern auf Teneriffa
Das Klima auf Teneriffa ermöglicht es, das ganze Jahr über wandern zu gehen. Die wenigen Ausnahmen bilden die außergewöhnlich seltenen Schlechtwettertage. Im Winter können Routen aufgrund der Witterungsbedingungen wie Regen und Wind nicht zugängig sein. Das gleiche gilt bei Sturm und man darf den Schnee nicht vergessen, der in höheren Lagen durchaus auch auf der Kanareninsel fällt. Und im Sommer kann es hingegen vorkommen, dass eine Wanderung aufgrund der sehr hohen Temperaturen im Inneren der Insel mal ausfällt.
Wie Sie die geeignete Route auswählen
Der große Vorteil dieser Aktivität ist, dass sie für jedes Publikum geeignet ist. Sie müssen im Prinzip nur laufen können. Wie bei jedem Ausflug, der ein Minimum an körperlicher Anstrengung erfordert, müssen Sie natürlich auch bei guter Gesundheit sein. Die einzig wirkliche Herausforderung besteht im Grunde darin, die richtige Route zu wählen. Es gibt Strecken, die erheblich leichter sind als andere. Der Schwierigkeitsgrad hängt von den Höhenmetern, der Geländebeschaffenheit und der Länge der Strecke ab. Und wenn Sie Höhenangst haben, müssen Sie auch etwaige Schluchten berücksichtigen. Angaben über den Schwierigkeitsgrad der einzelnen Routen finden Sie auf unserer Website unter „Bitte beachten!“ und „Leistungen und Preise“. Das wichtigste ist, dass Sie ganz realistisch bestimmen, was Ihre körperliche Verfassung erlaubt.
Die beliebtesten Wanderrouten auf Teneriffa
Wandern im Teide National Park
Er zählt zu den meistbesuchten Naturparks Europas durch Wanderer. Es stehen hier etwa 37 offizielle Wanderwege zur Auswahl, bei vielen davon ist für den Zutritt eine Genehmigung durch die zuständige Behörde erforderlich. Wenn Sie an einer geführten Wanderung teilnehmen, kümmert sich der Veranstalter für Sie darum.
Es gibt schwierigere Routen wie der steile Aufstieg zur Degollada de Guajara und zum gleichnamigen Hochplateau auf etwa 2.700 Metern. Ihre Mühen werden unterwegs mit einer herrlichen Aussicht auf den Süden der Insel und den Rest des kanarischen Archipels belohnt.
Auch eine sehr schwierige Route ist die, die von der Montaña Blanca zum Mirador de la Fortaleza führt. Dabei stoßen Sie an die Grenze Ihrer Kräfte, denn sie führt Sie auf bis 200 Meter von der Bergspitze des Teide.
In den Monaten Januar und Februar verwandelt sich die „Route der Mandelblüten“ in eine farbenfrohe Landschaft, eine einfache Strecke die für die ganze Familie geeignet ist. Der Kontrast der prächtigen Blüten zu den Lavaresten des Chinyero-Vulkans ist ein einzigartiges Naturspektakel.
When there was no other means of transport than one’s own feet, nomadic peoples walked for miles to discover new horizons. After it was finally no longer necessary to walk, hiking developed as a kind of recreational fun. At first, however, it was reserved exclusively for wealthy people. The first hobby hikers were already documented in the Middle Ages. In the course of time, hiking became more and more popular and at the end of the 19th century it finally also motivated the common citizen to go outdoors.
Wandern im Anaga Rural Park
Dieser weitläufige Park wurde zum Biosphärenreservat erklärt. Und das nicht grundlos! Die enorm beindruckende Ansammlung verschiedener Naturschönheiten, wird Sie begeistern. Imposante Bergketten und tiefe Schluchten, die zu tief schwarzen Sandstränden führen. Lorbeerwälder in den Bergen, die Geschichten von vor mehr als 40 Millionen Jahren erzählen. Diese beliebten Routen tragen nicht umsonst die vielsagenden Namen „Pfad des Zauberwaldes“ oder „Pfad der Sinne“. Orte wie Chinamada im Anaga-Massiv laden Sie förmlich dazu ein, die idyllische Abgeschiedenheit der Bergwelt zu genießen.
Wandern in Norden von Teneriffa
Auf einer so vielseitigen Insel wie Teneriffa, sind die Pfade im nördlichen Teil natürlich entsprechend abwechslungsreich. Die beliebtesten Wanderwege reichen in diesem Teil der Insel von einfach, wie der 3-stündige „Abstieg der Masca-Schlucht“ oder dem Wanderweg „Wasser Route“ bis hin zur 7-stündigen Tour „Erjos Circular“. Der Rundgang um die „Wasser Route“, im Erholungsgebiet La Caldera in La Orotava ist auch recht leicht. Er wird aufgrund des engen Pfades auf beträchtlicher Höhe nicht für Menschen mit Höhenangst oder Kinder empfohlen, weil er kein Geländer hat.
Es gibt allerdings einen Wanderweg, der fast alle Härtegrenzen überschreitet. Die Rede ist von der berühmten Route 040, die von einem Strand in Los Realejos bis zur hin Spitze des Teide führt.
Wandern im Süden von Teneriffa
Die Landschaft in dieser Gegend ist zwar trockener, hat jedoch einen ganz eigenen Charme. Natürliche Höhlen und trockene Schluchten, einige davon sogar mit Wasserquellen. Vulkane wie den Montaña Roja, der ebenfalls zu den Naturschutzgebieten zählt. Nicht zu vergessen sind die Dünen (Sandgebiete), sowie die einzigartigen Felsformationen in der Mondlandschaft von Vilaflor.
In Hinblick auf das Wandern ist die Hauptattraktion hier der „El Barranco del Infierno“ in Adeje. Der Name lässt bereits einiges erahnen, er bezieht sich jedoch auf das extreme Landschaftsbild und weniger auf den Schwierigkeitsgrad der Strecke, die tatsächlich sehr einfach ist. Es handelt sich um ein weiteres Naturschutzgebiet, das aufgrund seines geologischen und archäologischen Werts die Auszeichnung Special Natural Reserve erhielt und von der Inselregierung entsprechend geschützt wird. Nebst der endemischen Flora und Fauna am Wegesrand, entdecken Sie am Ende dieser Tour mystische Höhlen der Uhreinwohner, Bergmassive, steile Schluchten und einen großen Wasserfall.
Die Flora und Fauna in den verschiedenen Gebieten der Insel
Entsprechend seiner Höhenmeter und Beschaffenheit gibt es auf Teneriffa eine große Vielfalt endemischer Flora und Fauna. Tatsächlich werden auf der Insel 6 verschiedene Arten von Ökosystemen nach ihrer Vegetation unterschieden:
1. Sukkulentenbuschlandschaft
2. Thermophile Wälder
3. Lorbeerwald
4. Baumheide Buschwald
5. Pinienwald
6. Hochgebirge
Im Süden und im Mittelland finden Sie im Prinzip überall bekannte Arten wie die Palme. Außerdem gibt es nachfolgende Pflanzen:
• Sukkulenten
• Malven
• Drachenbäume (Symbol der Insel)
Die Schluchten des Teide:
• Strohgras
• Teide Veilchen
• Kanarische Kiefer
• Roter Wildprets Natternkopf
Feuchte Gebiete und Kiefernwälder im Inneren der Insel:
• Lorbeer
• Hahnenkamm
• Weißer Busch
• Kettenfarn (Píjara)
In Bezug auf die Fauna sind beim Wandern wirbellose Tiere am häufigsten anzutreffen, darunter vor allem Eidechsen in verschiedenen Arten.
Sie werden auch sehr kleine Wesen finden, die aber im Ökosystem von großer Bedeutung sind:
• schwarze Skarabäus
• Schmetterlinge wie Vanesa Vulcania
• Schnecken
Die Wirbeltierfamilie wird hauptsächlich durch Vögel vertreten:
• Blauer Fink
• Buntspecht,
• Maurischer Vogel
• Der Fischadler, Guincho (vom Aussterben bedroht)
Es gibt aber auch andere Tiere wie:
• Fledermäuse
• Kaninchen
• Igel
• Ziegen
Das sind die Vorteile von geführten Wanderungen
• Beratung: Dank des umfassenden Wissens der ortsansässigen Guides, werden Sie hervorragend beraten und erhalten zudem nützliche Tipps.
• Risikominimierung: Der Fachmann kennt die Wanderwege bestens und daher besteht keine Gefahr, sich zu verlaufen. Der Guide kann auch den Schwierigkeitsgrad einer Route richtig einschätzen. Im Falle eines Unfalls kann er helfen oder schnell Hilfe rufen.
• Routenplanung: Der Zustand der Wanderwege ändert sich aufgrund der Witterung ständig. Die Wanderführer sind darüber stets auf dem Laufenden und dadurch sind böse Überraschungen quasi ausgeschlossen.
• Transportservice: Die Zugänge zu den besten Routen sind meistens schwer zu finden. Manchmal benötigt man sogar ein geländegängiges Fahrzeug, mit Mietwagen darf man die asphaltierten jedoch Straßen nicht verlassen.
• Information: Die Guides kennen die Natur von Teneriffa sehr gut. Während der Wanderung erfahren Sie daher viel über die Flora, Fauna und Geologie der Insel.
• Service: Neben dem Transferservice gibt es teilweise auch Snacks, Trinkwasser, Fotos und manchmal auch Wanderschuhe und sogar Wanderstöcke. Sie können diese Informationen im Abschnitt „Leistungen und Preise“ einsehen.
Das sollten Sie auf alle Fälle mitnehmen:
• Feste Schuhe: Tragen Sie geschlossene Schuhe, noch besser sind Wanderschuhe. Ein sicherer Tritt ist wichtig, um sich während der Wanderung stets wohl zu fühlen.
• Trinkwasser und Snacks: Es ist sehr wichtig während der Tour ausreichend zu trinken. Ein bis zwei Liter Wasser pro Person. Wir empfehlen außerdem energiereiche Snacks.
• Sonnenschutz und Kappe: Sonnencreme mit hohem Faktor ist unbedingt erforderlich, da die Sonnenstrahlung auf den Kanarischen Inseln auch bei Wolken immer stark ist. Ein UV-beständiges T-Shirt und eine Kappe ist das perfekte Accessoire.
• Schutz vor Witterung: Bedenken Sie stets, das Wetter kann in nur wenigen Augenblicken von strahlendem Sonnenschein zu Regen umschlagen. Denken Sie daher daran, auch eine Jacke mit zu nehmen.
• Erste-Hilfe-Ausrüstung: Die Wanderführer haben immer eine Grundausstattung an Notfallutensilien im Gepäck, wir empfehlen jedoch, dass Sie das Nötigste mit sich führen.
Nachfolgend sehen Sie welche geführten Wanderungen auf Teneriffa zur Auswahl stehen: